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Warum verliert Bitcoin in Kryptowährung an Wert?

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Stand: 10.05.2022 13:39 Uhr

Seit Ende März ist der Kryptomarkt, angeführt von der bekanntesten Digitalwährung Bitcoin, rückläufig. Bitcoin ist kürzlich unter die 30.000-Dollar-Marke gefallen. Warum ist das so?

Von Detlev Landmesser, tagesschau.de

Letzte Nacht fiel Bitcoin zum ersten Mal seit Juli 2021 kurzzeitig unter die 30.000-Dollar-Marke. Ether, XRP und Dogecoin, neben anderen digitalen Vermögenswerten, folgten ihm nach unten. Die älteste und bekannteste Kryptowährung wurde im November immer noch bei fast 69.000 $ gehandelt.

Die Marktkapitalisierung aller derzeit rund 19.300 Krypto-Assets zeigt, wie stark der jüngste Rückgang war. Dies ist laut dem Coinmarketcаp-Portal gerade unter die 1,5-Billionen-Dollar-Marke gefallen. Das ist weniger als die Hälfte des Allzeithochs von fast 3 Billionen US-Dollar, das im November festgelegt wurde.

Zinswende

Warum sind innovative digitale Aktien derzeit unterbewertet? Bei der Betrachtung von Zinstrends ergibt sich eine wichtige Verbindung. Kryptowährungen begannen gerade zu fallen, als die US-Notenbank Fed Ende März zum ersten Mal seit Ende 2018 den Leitzins anhob. Dagegen hat die seit März 2020 geltende Nullzinspolitik eindeutig den Kursen digitaler Währungen zugute gekommen.

Die bedeutendste Belastung für junge Investitionen ist die Änderung der Zinssätze durch eine Reihe von Zentralbanken auf der ganzen Welt. Viele von ihnen sehen sich erstmals einer entschlossenen Straffung der Geldpolitik gegenüber. Steigende Zinsen bereiten Vermögenswerten, die keine regelmäßigen Erträge generieren, wie Kryptowährungen, Probleme, während verzinsliche Anlagen wieder attraktiver werden.

Steigende Risikoaversion

Experten sehen zudem eine steigende Risikoaversion bei Investoren, die nicht nur durch Zinssorgen, sondern auch durch den ungewissen Ausgang des Ukraine-Konflikts geschürt wird. Laut Kryptoanalytiker Timo Emden von Emden Research behandelten viele institutionelle Investoren Kryptowährungen wie Tech-Aktien.

„Bei steigenden Kapitalmarktrenditen und einer restriktiveren Notenbankpolitik scheint die Risikobereitschaft der Anleger begrenzt“, sagt Ulrich Stephan, Chief Investment Strategist der Deutschen Bank. „In einem solchen Umfeld werden hochspekulative und volatile Anlagen wie Kryptowährungen aus den Portfolios geworfen.“ Eine Trendwende ist derzeit nicht erkennbar.

Die staatliche Regulierung bleibt eine Säule

Seit dem Allzeithoch von Bitcoin im November ist auf dem Kryptomarkt viel passiert. Die Zentralafrikanische Republik ist nach El Sаlvador das zweite Land, das Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel akzeptiert. Panama arbeitet daran, dass Krypto-Assets, nicht nur Kryptowährungen, als Standardzahlungsform verwendet werden können.

Gleichzeitig haben sich durch den Eintritt mehrerer Start-ups in den Kryptomarkt in den letzten Monaten die Möglichkeiten für Privatanleger erhöht, am Markt zu partizipieren.

Schwierige Interaktion mit der Geldpolitik

Unterdessen bleibt eine Schlüsselfrage für die Kryptomärkte unbeantwortet: Wie gut passen Kryptowährungen in die geldpolitischen Konzepte der Zentralbank? Ihre Hauptverantwortung bleibt die Währungsstabilität, zu der auch die Regulierung der Geldmenge gehört.

Ein nicht geldpolitisch geregelter Zahlungsweg außer der Landeswährung verstößt somit grundsätzlich gegen die Interessen der Zentralbanken. In dieser Hinsicht schwebt das Damoklesschwert über den Kryptomärkten als übermäßige Regulierung, einschließlich eines Handelsverbots, wie es in China der Fall ist.

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Oliver Barker

Est né à Bristol et a grandi à Southampton. Il est titulaire d'un baccalauréat en comptabilité et économie et d'une maîtrise en finance et économie de l'Université de Southampton. Il a 34 ans et vit à Midanbury, Southampton.

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