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Warum hat sich Stadlober, der SV-Langlaufstar, bei den Russen wohl gefühlt?

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Teresa Stadlober hatte prominente Unterstützer an ihrer Seite, als sie vor zehn Tagen im finnischen Muonio bei den ersten Testrennen antrat. Auf der Loipe applaudierte Jelena Välbe, 14-fache Weltmeisterin, die jetzt Präsidentin des russischen Langlaufverbandes ist. Stadlober wurde im Ziel vom Doppelweltmeister Sergei Ustjugow und seinen russischen Teamkollegen gratuliert.

Warum feuern Russen neuerdings einen österreichischen Langläufer an? Möglicherweise, weil Teresa Stadlober als Mitglied des russischen Langlaufteams gilt.

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Der Salzburger wechselte die Spur und schloss sich einer internationalen Trainingsgemeinschaft zur Vorbereitung auf den Olympiawinter an. Der 28-Jährige trainiert seit Anfang des Sommers mit dem russischen Langlaufteam sowie den italienischen Stars Federico Pellegrino und Francesco De Fabiani.

Teresa Stadlober belegte den 4., 5. und 9. Platz im Weltcup in Oberstdorf

Bild: APA / GEORG HOCHMUTH

Manche mögen jetzt „Desertion“-Entrüstung schreien und sich fragen, ob es angemessen ist, dass die Tochter des SV-Präsidenten (Roswitha Stadlober) ihren eigenen Verein aufgibt.

Eigentlich war es umgekehrt. Teresa Stadlober hatte keine andere Wahl, als ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen.

Papa Alois trainiert heute noch mit seiner Tochter Teresa

Bild: APA / HELMUT FOHRINGER

Teresa Stadlober hatte keine andere Wahl, als ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Als Reaktion auf den Dopingskandal beim Weltcup in Seefeld (2019) warf Alt-Präsident Peter Schröcksnadel die Langläufer aus dem Verband und lagerte sie an einen Verein aus. Teresa Stadlober war es früher gewohnt, ihre Runden alleine zu drehen, aber sie hat es mittlerweile satt, Einzelkämpferin zu sein. „Wenn man die ganze Zeit alleine trainiert, wird man depressiv“, sagt Alois Stadlober, Vater und Trainer.

Neue Reize

Tatsächlich planen die Stadloberer schon seit geraumer Zeit eine Trainingsgemeinschaft. Über eine Zusammenarbeit mit den Deutschen wurde vor zweieinhalb Jahren nachgedacht, doch nach den Dopingfällen in Seefeld (Max Hauke, Dominik Baldauf) wurde Teresa Stadlober während der WM plötzlich mit Verdacht konfrontiert. „Danach machten mich alle zunächst weiträumig..“

Bild: APA / GEORG HOCHMUTH

Aber jetzt war es an der Zeit, mutige, neue Schritte zu gehen. Teresa Stadlober ist mit ihrem Trainingsstil bisher gut gefahren, wie ihre Plätze vier, fünf und neun bei der WM in Oberstdorf belegen, „aber irgendwann verliert man den Trainingseffekt und muss neue Reize setzen“, die sagt der gebürtige Salzburger vor dem WM-Auftakt in Ruka. Das Training und der Austausch mit den Russen rund um ihren deutschen Cheftrainer Markus Cramer kommt Stadlober in vielerlei Hinsicht zugute. Julija Stupak, Zweitplatzierte der Tour de Ski, ist ihre erste gleichberechtigte Trainingspartnerin. Sie spürt die Konkurrenz, schätzt aber auch den Teamgeist, den sie nicht kennt. Teresa Stadlober sagt: „Man muss mit besseren Leuten trainieren, um selbst besser zu werden.“

Die Stadlobers: Mama Roswitha war unter ihrem Mädchennamen Steiner Weltklasse-Slalomläuferin und führt heute den SV an. Teresa ist heute eine der besten Langläuferinnen der Welt

Bild: Kurier / KURIER / Franz Neumayr

Nach der Vorbereitung ist Trainervater Alois begeistert. „Es ist äußerst fruchtbar.“ “ Gleichzeitig räumt er ein, dass diese Zusammenarbeit als problematisch angesehen werden könnte. Im Sport hat Russland nicht den besten Ruf. „Manche finden es natürlich schlimm, dass wir das mit den Russen machen“, sagt der Ex-Weltmeister, „aber es geht um Teresa.“

Wenn es nach dem Vater geht, wird die internationale Trainingsgemeinschaft den Winter überstehen. Mama Stadlober arbeitet derweil mit Hochdruck daran, die von ihrem Vorgänger verbotenen einheimischen Langläufer wieder zu integrieren. „Ich möchte, dass der Langlauf wieder in die Familie eingeführt wird.“

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Das Motto von Langläufer Stadlober: „Je schwieriger, desto besser.“

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Oliver Barker

Est né à Bristol et a grandi à Southampton. Il est titulaire d'un baccalauréat en comptabilité et économie et d'une maîtrise en finance et économie de l'Université de Southampton. Il a 34 ans et vit à Midanbury, Southampton.

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