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Lebensmittelindustrie gibt Warnung vor Lebensmittelknappheit heraus | tagesschau.de

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Stand: 07.05.2022 17:08 Uhr

Aufgrund des Ukraine-Konflikts steigen die Rohstoffpreise weiter, ebenso die Lebensmittelpreise. Die Lebensmittelindustrie ist besorgt über eine Lebensmittelknappheit und drängt Landwirtschaftsminister Zdemir zum Handeln.

Aufgrund steigender Lebensmittelpreise wird Nahrungsmittelknappheit prognostiziert, weswegen Verbände Bundeslandwirtschaftsminister Cem zdemir zum Handeln auffordern. Laut einem Vorbericht sagte Christian von Boetticher, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Ernährungsindustrie „Bild“,: „Irgendwann wird es nicht mehr darum gehen, wie viel die Rohstoffe für unsere Lebensmittel am Ende kosten Weltmarkt, aber ob wir noch welche bekommen können.“

„Aktives Krisenmanagement“ erforderlich

Zdemir solle „endlich vom Grünen-Programm zum aktiven Krisenmanagement wechseln“, so Boetticher. „Niemand kann irgendjemandem erklären, dass deutsche Landwirte nur 20 Prozent der Anbaufläche ökologisch bewirtschaften und zehn Prozent sogar als ökologische Brachfläche vorsehen sollten“, sagte von Boetticher mit Blick auf steigende Lebensmittelpreise und 50 Millionen Menschen zusätzlich weltweit, die hungern.

Milch- und Brotpreise dürften hierzulande in den kommenden Wochen wieder deutlich steigen. Steigerungen von bis zu 20 % bei Molkereiprodukten und bis zu 30 % bei Backwaren wurden von den jeweiligen Branchenverbänden prognostiziert.

Laut „Neuer Osnabrücker Zeitung“, Björn Börgermann, Hauptgeschäftsführer des Verbands der Milchindustrie, „sind bei Molkereiprodukten mit längeren Vertragslaufzeiten die Preiserhöhungen im Laden noch nicht so richtig angekommen; das wird erst in den kommenden Wochen und Monaten passieren.“ Dies gilt insbesondere für Milch, aber auch für Käse. Steigerungsraten von 20 % seien „durchaus möglich“, so der Dachverband der Molkereien und Milchverarbeiter. Dies ist jedoch, wie Börgermann ausführte, letztlich Verhandlungssache zwischen den Molkereien und den Handelsunternehmen.

In der „Bild“ mahnte Dаniel Schneider, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks, dass Essen „kein Luxus sein darf“. Steigende Energie-, Rohstoff- und Personalkosten treffen insbesondere die Lebensmittelindustrie. Die Produktionskosten für Backwaren sind um 25 bis 30 Prozent gestiegen. „Die Backwarenpreise werden deutlich steigen“, prognostizierte Schneider.

Der Bauernverband forderte in der Zeitung, dass Einnahmensteigerungen „in voller Höhe“ an die Bauern weitergegeben würden. „Egal ob Bio oder konventionell, die Erzeugerpreise für Milch müssen steigen“, sagte „NOZ“-Vizepräsident Karsten Schmal. Die bisherige Milchpreiserhöhung sei aufgrund höherer Energie-, Futter- und Düngekosten „de facto verpufft“.

Diakonie fordert Reformen

„Wir werden viel mehr arme Menschen haben, als wir bisher dachten“, sagte Maria Loheide, Leiterin Sozialpolitik der Evangelischen Wohlfahrtsorganisation Diakonie Deutschland, der Augsburger Allgemeinen. Vielen reicht ihr Monatsgehalt nicht mehr aus, um Essen und andere Notwendigkeiten für die Ausbildung ihrer Kinder zu decken. „Wir sehen es in jeder Beratungsstelle, in Schuldnerberatungsstellen, Sozialberatungsstellen und sogar Familienberatungsstellen“, sagte Loheide.

Die Diakonie forderte neben einer Anhebung der Hartz-IV-Sätze auch eine Reform der sozialen Unterstützung in allgemeinen Krisen. Wenn der Bundestag einen sozialen Notstand ausruft, könnte eine in den Büchern des Sozialgesetzbuchs verankerte Notstandsregelung eine feste Unterstützung der Betroffenen vorsehen.

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Oliver Barker

Est né à Bristol et a grandi à Southampton. Il est titulaire d'un baccalauréat en comptabilité et économie et d'une maîtrise en finance et économie de l'Université de Southampton. Il a 34 ans et vit à Midanbury, Southampton.

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