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Laut einem neuen Bericht sind 90 Prozent der Bevölkerung mit dem Epstein-Barr-Virus infiziert, das die Ursache von MS sein könnte.

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Das Epstein-Barr-Virus, einer der weltweit am weitesten verbreiteten Krankheitserreger, kann laut Wissenschaftlern mit ziemlicher Sicherheit Multiple Sklerose (MS) verursachen.

Aber was genau ist das Epstein-Barr-Virus? Was sind die Symptome von Multipler Sklerose (MS)? Ist sie heilbar und warum ist die jüngste Entdeckung, dass das Epstein-Barr-Virus MS verursachen kann, so bedeutsam?

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Was ist Multiple Sklerose?

Multiple Sklerose (MS) ist eine entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems. Die Schutzschicht der Nervenfasern wird vom körpereigenen Immunsystem angegriffen. Die Autoimmunerkrankung kann verschiedene Formen annehmen. Dies geschieht jedoch in 80 bis 90 % der Fälle stufenweise.

Wie äußert sich die Krankheit?

Multiple Sklerose entwickelt sich stufenweise, was die Diagnose erschwert. Beschwerden tauchen aus dem Nichts auf und verschwinden wieder.

Sensibilitätsstörungen wie Kribbeln in Armen und Beinen sind die häufigsten Symptome, aber andere Symptome umfassen Sehstörungen, Lähmungssymptome, Gehschwierigkeiten, extreme Erschöpfung, sexuelle Störungen und Probleme beim Wasserlassen.

MRT, eine Liquorprobe und Bluttests werden häufig verwendet, um Informationen zu erhalten.

Wer ist betroffen?

Multiple Sklerose betrifft weltweit über zwei Millionen Menschen, in Deutschland etwa 250.000. Die Krankheit trifft am häufigsten Menschen im Alter zwischen 20 und 40 Jahren. Frauen sind zwei- bis dreimal so wahrscheinlich wie Männer, episodische Krankheiten zu entwickeln.

Laut der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) „beeinflussen nach heutigem Wissensstand viele verschiedene Faktoren die Entstehung von MS bei einem Menschen: genetische, andere biologische und auch umweltbedingte Faktoren.“

Warum wird es auch die Krankheit der 1000 Gesichter genannt?

Da die Symptome von Sinnes- und Sehstörungen bis hin zu Lähmungserscheinungen reichen können, sind sie oft unspezifisch und vielfältig. Infolgedessen wird MS häufig falsch diagnostiziert.

Ist MS heilbar?

Nein, das war bisher nicht der Fall. Mit Medikamenten lässt sich der Krankheitsverlauf jedoch gut kontrollieren und das Fortschreiten verlangsamen.

Laut DMSG sind „extrem schwere MS-Fälle mittlerweile selten“. „Bei einem schweren Fall können jedoch Symptome auftreten, die zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen können.“ Atem- oder Schluckbeschwerden zum Beispiel, aber auch Erkrankungen wie ein „komplizierter Harnwegsinfekt“ sind Beispiele für diese Symptome.

Was ist das Epstein-Barr-Virus?

Das Epstein-Barr-Virus (EBV) ist ein Herpesvirus, das auf der ganzen Welt verbreitet ist. Bis zum Alter von 30 Jahren sind mehr als 90 % der Bevölkerung infiziert und es haben sich Antikörper entwickelt. Das Virus verschwindet, wie alle Herpesviren, nicht. Drüsenfieber kann durch das Virus verursacht werden, insbesondere bei Kindern. Fieber, Erschöpfung, Halsschmerzen und geschwollene Lymphknoten sind einige der Symptome. Obwohl die Krankheit normalerweise harmlos ist, kann sie gefährliche Komplikationen haben und lange dauern, bis sie sich entwickelt.

Warum ist das Epstein-Barr-Virus so gefährlich? Foto mit freundlicher Genehmigung von Getty Images/Science Photo Librаry RF

Jeder Erwachsene hat mindestens ein Herpesvirus, das normalerweise inaktiv ist. Das heißt, dass das Virus nach der Infektion im Körper ruht. „Das Virus vermehrt sich erst im Körper“, erklärt das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI), „und bei einer Reaktivierung können Krankheitssymptome auftreten, die zum Beispiel durch ein geschwächtes Immunsystem verursacht werden können.“

EBV wurde mit einer Reihe von Krankheiten in Verbindung gebracht. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) haben beispielsweise herausgefunden, dass eine Proteinkomponente des Virus das Krebswachstum fördert.

Was haben MS und Epstein-Barr-Virus gemeinsam?

MS kann laut einer neuen Studie von Wissenschaftlern der Harvard University eine Spätfolge einer Virusinfektion sein. Blutproben von mehr als zehn Millionen Angehörigen des US-Militärs wurden von den Forschern analysiert. Sie entdeckten, dass eine vorherige Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus das MS-Risiko einer Person um das 32-fache erhöht.

Warum ist diese Entdeckung so besonders?

„Diese Arbeit ist das i-Tüpfelchen“, sagt Klemens Ruprecht, Leiter der Multiple-Sklerose-Ambulanz der Berliner Charité in Mitte. „Die Ergebnisse beseitigen praktisch jeden Zweifel an der Existenz eines Kausalzusammenhangs.“

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass nur ein kleiner Prozentsatz der EBV-Träger MS entwickelt. MS ist eine ungewöhnliche Spätkomplikation einer EBV-Infektion, so der Experte.

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Oliver Barker

Est né à Bristol et a grandi à Southampton. Il est titulaire d'un baccalauréat en comptabilité et économie et d'une maîtrise en finance et économie de l'Université de Southampton. Il a 34 ans et vit à Midanbury, Southampton.

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