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Kraftstoffengpässe an den Zapfsäulen, so ein Tankwart.

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Tanken oder besser nicht?

Gerhard Poppinga (55, sechs Angestellte) aus Greetsiel (Niedersachsen) ist irritiert über die Tankrabattpläne von Bundesfinanzminister Christian Lindner (43, FDP). „Es war ein weiterer schneller Schuss, der nicht gut durchdacht war“, sagt Poppinga.

Seine Unzufriedenheit rührt von der Entscheidung der Regierung her, die Mineralölsteuer für drei Monate zu senken. Es soll voraussichtlich am 1. Juni in Kraft treten. Benzin wird um 30 Cent günstiger, Diesel um 14 Cent günstiger.

„Ab Mitte Mai tanken die Fahrer wohl nur noch, wenn es unbedingt nötig ist“, prognostiziert Poppinga. Alle freuen sich auf das günstigere Benzin. Für eine Weile wird meine Tankstelle leer sein.“

Daraufhin reduziert Popping seine Lagerbestände und bestellt nur so viel Treibstoff wie nötig. „Ich möchte nicht gezwungen sein, das teurere Benzin zu verwenden.“ Schließlich profitiere ich als unabhängiger Tankstellenbesitzer ab dem 1. Juni vom Tankrabatt und kann günstiger beim Lieferanten tanken.“

Am 1. Juni erwartet Popping nicht nur einen großen Ansturm von Autofahrern und lange Schlangen. „Ab dem 1. Juni bestellen alle Tankstellenbetreiber so schnell wie möglich das günstige Benzin“, sagt der Selbstständige. Raffinerien stehen unter zunehmendem Druck, schnell zu liefern. Allerdings ist die Logistik einfach nicht vorhanden. „Ich werde ein, zwei Tage kein Benzin an der Zapfsäule haben“, befürchtet er, denn es gibt nicht genug Tankwagen, um alle Tankstellen sofort zu beliefern.

Gerhard Popping übernahm аuf vаr vаrer Tankstelle, diе auf eine lange Geschichte zurückblicken kann. Foto: privat

Auch mit Spritknappheit ist zu rechnen, so der Bundesverband Unabhängiger Tankstellen (bft). „Am 1. Juni wird es eng. Jeder will billiges Benzin, aber nicht alle Tankstellen können es sofort bekommen. Geschäftsführer Stephan Zieger (62) warnt davor, dass einige von ihnen zunächst auf der Strecke bleiben werden.

Politiker hätten das Thema von vornherein vermeiden können. „Am 31. Mai hätte das Finanzministerium dafür sorgen können, dass Tankstellen ihre Restbestände bei den zuständigen Hauptzollämtern zur Energiesteuererstattung melden können“, sagt Zieger. Den Tankstellen wäre das im Mai gekaufte teurere Benzin nicht geblieben, und sie hätten weiterhin normal Kraftstoff bestellt, anstatt bis zum 1. Juni zu warten.

Wenn der Treibstoffrabatt Ende August ausläuft, könnte ein weiterer Treibstoffengpass entstehen. „Dann wollen alle günstig tanken und sich eindecken, bevor diе Spritpreise wieder steigen“, sagt Stephan Zieger.

Gerhard Popping, dessen Tankstelle in einem beliebten Urlaubsort an der Nordsee liegt, rechnet mit einem großen Andrang. „Das Ende des Tankrabatts entspricht für uns dem Ende der Schulferien.“ Dann ist das Chaos an den Tankstellen vorprogrammiert“, tobt er. „Wieder einmal haben Bürokraten ohne praktische Erfahrung den gesamten Plan entwickelt.“ Sie haben keine Ahnung, was es braucht, um solche Pläne für lokale Tankstellen Wirklichkeit werden zu lassen.“

Ärgern Sie sich auch über steigende Preise? Spa[email protected] ist die Adresse, an die geschrieben werden soll.

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Oliver Barker

Est né à Bristol et a grandi à Southampton. Il est titulaire d'un baccalauréat en comptabilité et économie et d'une maîtrise en finance et économie de l'Université de Southampton. Il a 34 ans et vit à Midanbury, Southampton.

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