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Im Energiesektor werden Tarife gesplittet und Grundversorger davor gewarnt – die Wirtschaft

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Grundlegende Energieversorger wurden dafür bestraft, dass sie Neukunden exorbitante Energiepreise verlangen. dpa-Zentralbild/dpa/Patrick Pleul

In den vergangenen Wochen haben einige Gas- und Stromanbieter Neukundentarife eingeführt, die deutlich über den Bestandskundentarifen liegen. Verbraucherschützer haben diese Praxis lange bekämpft.

Düsseldorf – Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat drei Grundversorger vor der Aufteilung der Stromtarife für Neu- und Bestandskunden gewarnt.

Verbraucherverbände forderten die Rheinenergie, die Stadtwerke Gütersloh und die Wuppertaler WSW Energie & Wasser auf, die Neukundentarife zu kündigen. Geschieht dies nicht, behält sich die Verbraucherzentrale eine Klage vor. Aufgrund der zuletzt stark gestiegenen Strom- und Gaspreise haben viele Anbieter Neukunden mehr Geld abgenommen als Bestandskunden.

Die Preise für Neukunden sind um ein Vielfaches höher

Es gibt viele Grundversorger, z. B. Neue Tarife für Neukunden wurden kürzlich von den Energieversorgern mit den meisten Kunden in einer Region eingeführt. Grund dafür waren Lieferstopps der Energiediscounter, wodurch viele ehemalige Kunden gezwungen waren, auf die „Ersatzversorgung“ des örtlichen Grundversorgers auszuweichen. Diese müssen die Kunden weiterhin mit Strom und Gas versorgen, wenn der bisherige Anbieter nicht mehr verfügbar ist, jedoch zu derzeit extrem hohen Preisen, so der Verband.

Die Verbraucherzentrale beklagte in einer am Donnerstag veröffentlichten Erklärung, dass ein großer Prozentsatz der Grundversorger Neukundenpreise verlangt, die um ein Vielfaches höher sind als der bisherige Kundenstamm. Dies ist eine Ungleichbehandlung, die gegen geltende energierechtliche Bestimmungen verstößt. Parallel zu den Warnungen drängten Verbraucherschützer die im NRW-Wirtschaftsministerium angesiedelte Energiekartellbehörde NRW zum Handeln.

„Bei allem Respekt vor der komplizierten Situation der Grundversorger“, sagte Wolfgang Schuldzinski, Vorsitzender des Vorstandes der Verbraucherzentrale NRW. Verbraucher zu benachteiligen, die ohne eigenes Verschulden zur Nutzung des Basisdienstes gezwungen werden, ist rechtswidrig und verstößt gegen den beabsichtigten Schutzzweck des Basisdienstes. Um dieser Diskriminierung, die „allein aufgrund einer willkürlich gesetzten Frist erfolgt“, entgegenzuwirken, werden alle rechtlichen Mittel eingesetzt.

Die Verbraucherzentrale NRW hat die Ergebnisse einer Tarifstichprobe von 23 NRW-Anbietern veröffentlicht. 18 dieser Unternehmen haben einen neuen Kundentarif für die Grundversorgung mit Strom eingeführt. „Die Neukunden- und Bestandskundenpreise dieser Anbieter sind im Durchschnitt mehr als doppelt so hoch“, heißt es in dem Bericht. Drei der untersuchten Unternehmen verlangen derzeit über 90 Cent pro Kilowattstunde für neue Kundenenergie. Kunden von Anbietern, die keine gesplitteten Tarife anboten, zahlten dagegen im Schnitt nur 34 Cent pro Kilowattstunde.

Die Vorwürfe wurden von den Wuppertaler Stadtwerken zurückgewiesen. Laut Aussage von WSW-Geschäftsführer Markus Hilkenbach „hätte die Aufnahme in den allgemeinen Grundtarif für viele treue WSW-Bestandskunden eine Preiserhöhung bedeutet, und das wollten wir ihnen nicht zumuten.“ Sekundärzölle wurden auch von den Landeskartellbehörden Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen untersucht, die die Praxis für rechtmäßig befunden haben.

dpa (www.dpa.de), Copyright 2022. Alle Rechte vorbehalten

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Oliver Barker

Est né à Bristol et a grandi à Southampton. Il est titulaire d'un baccalauréat en comptabilité et économie et d'une maîtrise en finance et économie de l'Université de Southampton. Il a 34 ans et vit à Midanbury, Southampton.

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