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Gibt es ein Schneeballsystem? Was die Ringana-Gründer zur Direktvertriebs-Kritik sagen.

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Sobald Sie das Ziel eingeben, gibt Ihnen das Navigationssystem ein Gefühl für dessen Größe. In Google Maps erscheint der neue Standort des steirischen Naturkosmetikherstellers Ringana nicht mit Straßenname oder Hausnummer, sondern mit der Adresse „Ringana Campus A1“. Wer im beschaulichen St. Johann in der Haide ankommt, aber befürchtet, es nicht zu finden, wird nach der Autobahnabfahrt durch zahlreiche Schilder schnell beruhigt.

Dieser Campus ist kaum zu übersehen, wäre da nicht der elegante Firmensitz, in den es seit letztem Februar sukzessive eingezogen ist, 25.000 Quadratmeter groß. Das ehemalige Gelände der Nachbargemeinde Hartberg hatte es genau 25 Jahre nach seiner Gründung verlassen. 1996 sorgte das Konzept von Andreas Wilfinger und Ulla Wannemacher, nicht nur Naturkosmetik, sondern auch frische, konservierungsmittelfreie Kosmetik herzustellen, bei Familienmitgliedern, Freunden und potentiellen Geschäftspartnern für Kopfschütteln. „Damals haben uns viele ausgelacht“, erinnert sich Wilfinger. Naturkosmetik galt früher als wirkungslos, wenn nicht gar exotisch. „Die Leute dachten, dies seien Produkte, denen alles fehlte, einschließlich faltenbekämpfender Inhaltsstoffe“, sagt Wannemacher. ”

Häufig belächelt

Als Sohn eines Pioniers des ökologischen Landbaus in der Steiermark kam Andreas Wilfinger schon in jungen Jahren mit dem Thema Nachhaltigkeit in Berührung. „Die Saat für seine eigene Karriere ist definitiv gesät“, sagt der Gründer von Ringana. Der Groschen fiel – zumindest nach dem populären Gründungsmythos –, als ihr Sohn eine Zahnpasta mit dem essentiellen Konservierungsmittel Triclosan mit nach Hause brachte.

Heute ist Ringana einer der größten Kosmetikhersteller Österreichs. Das inzwischen getrennt lebende Ehepaar beschäftigt am Firmensitz in der Steiermark 400 Mitarbeiter, 600 weltweit, und rund 80.000 sogenannte Frischpartner sowie einige (noch wenige) Partner. In 34 Ländern ist es neu. Die Kosmetik wird im Direktvertrieb vertrieben. In Foren berichten potenzielle Kunden, von flüchtigen Bekannten in fiese Verkaufsgespräche verwickelt zu werden.

Auch Google spuckt alles Mögliche über Letzteres aus. Andere haben sogar sektiererische Trainingsübungen erwähnt. Andreas Wilfinger merkt jetzt, dass er in jedem Medieninterview nach Sekten gefragt wird: „Ich finde es nicht mehr nötig, ständig über Sektenvorwürfe zu sprechen.“ Dieses Bild ist schwer loszuwerden. Es stört mich, weil wir mit einer Sekte nichts gemeinsam haben. ”

Unangenehmes Anschreiben

Trotz Beschwerden über ihre aufdringlichen Verkäufer verkaufen die beiden weiterhin direkt. „Ich könnte es jetzt leugnen und behaupten, dass uns so etwas nie passiert.“ Natürlich passieren seltsame Dinge, aber bei so vielen Freelancern können wir nicht alles kontrollieren. ”
Wer jedoch darüber hinausgeht, wird von einer eigenen Compliance-Abteilung betreut. „Solche Angelegenheiten werden geprüft.“ „Wenn zusätzliche Schulungen oder Abmahnungen nicht helfen, kann eine Entlassung notwendig werden“, sagt der Gründer von Ringana. „Diese unangenehmen Facebook-Anschreiben sind die schlimmsten, und wir kämpfen gerade gegen etwas Ähnliches.“ ”

Die Geschäftspartner sprechen lieber über Nachhaltigkeit. Stolz zeigt Andreas Wilfinger beim Rundgang durch das massive Gebäude seine riesige Photovoltaikanlage, die 60 % des Strombedarfs des Unternehmens deckt. Durch die Regenwassernutzung werden jährlich rund eine Million Liter Frischwasser eingespart. Unsere eigene Verpackungsfertigung befindet sich noch im Aufbau. „Wir alle hinterlassen Spuren“, sagt der Unternehmer mit Blick auf die geplante Ökosteuerreform. Ziel muss es sein, unsere komfortable Gesellschaft so klein wie möglich zu halten, damit sie weiter bestehen kann. ”

Wilfinger setzt sich seit langem für Naturkosmetik ein und sagt: „Ich habe kein Problem mit der Konkurrenz.“ Es gibt jetzt mehr Fische im Teich, aber er ist auch viel größer. Kunden werden endlich auf Naturkosmetik aufmerksam. „Trotzdem behält der Unternehmer die Konkurrenz im Blick: „Ich habe Respekt vor dem Tag, an dem es jemand besser macht als wir.“ ”

$ Dies sind Geschäftsmodelle, die mit einer ständig steigenden Mitgliederzahl operieren. „Für die Rekrutierung werden gewissermaßen Prämien gezahlt.“

„Man muss sich in ein System einkaufen, bevor man einen Euro verdient“, sagt Rosemarie Resnicek, Vorsitzende des Landesausschusses Direktvertrieb der Wirtschaftskammer Steiermark. „In den letzten Jahren, als Network Marketing im Direktvertrieb an Bedeutung gewonnen hat, gab es hier immer etwas Verwirrung. ”

Im Network Marketing steht das Produkt im Mittelpunkt: Bei Ringana wird das Produkt direkt an den Kunden geliefert und der Verkäufer erst danach bezahlt. „Produkte sollten nicht mit eigenem Geld gekauft und dann unter finanziellem Stress schnell weiterverkauft werden“, so Resnicek weiter. Schneeball- oder Pyramidenmarketing ist in Österreich ebenso wie in Deutschland illegal.

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Oliver Barker

Est né à Bristol et a grandi à Southampton. Il est titulaire d'un baccalauréat en comptabilité et économie et d'une maîtrise en finance et économie de l'Université de Southampton. Il a 34 ans et vit à Midanbury, Southampton.

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