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Finnland will türkische Bedenken hinsichtlich seiner geplanten Nato-Mitgliedschaft zerstreuen.

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Stand: 14.05.2022 20:31 Uhr

Eine zu milde Behandlung kurdischer Organisationen wie der PKK könnte für Finnland ein Stolperstein auf seinem Weg zur NATO-Mitgliedschaft sein. Außenminister Havisto will nun so schnell wie möglich die Ängste der Türkei zerstreuen.

Die finnische Regierung hat Vertrauen geäußert, dass türkische Bedenken hinsichtlich einer NATO-Mitgliedschaft angegangen werden können. Am Rande eines NATO-Treffens in Berlin sagte Außenminister Pekka Havisto: „Ich bin zuversichtlich, dass wir in dieser Angelegenheit eine Lösung finden werden.“ Er kann jedoch nicht garantieren, dass schnell eine Lösung gefunden wird.

Später am Abend trifft er sich mit seinem türkischen Kollegen Mevlut Cavusoglu, um Unstimmigkeiten auszubügeln. Am Freitag hatte er bereits seinen „guten Kollegen“ Cavusoglu angerufen.

Wut auf kurdische Unterstützung

Äußerungen des türkischen Präsidenten Recep Tаyyip Erdogan haben die bis dahin konfliktfreien Beitrittspläne erschüttert. „Wir beobachten derzeit Entwicklungen in Schweden und Finnland, haben aber keine positive Meinung dazu“, sagte er und fügte hinzu, dass die skandinavischen Länder im Wesentlichen „Gästehäuser für terroristische Organisationen“ wie die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK seien.

In Berlin bekräftigte Außenminister Cavusoglu diese Position. Die kurdischen Organisationen PKK und YPG wurden von Schweden und Finnland „offen“ unterstützt. Die Mehrheit der türkischen Bevölkerung ist dagegen, dass Länder, die „diese terroristischen Organisationen unterstützen“, der NATO beitreten. Cavusoglu erklärte, dass „Freunde und Verbündete“, die kurdische Extremisten unterstützten, für die Türkei „inakzeptabel“ seien. Gleichzeitig war er bereit, sich mit Vertretern aus Helsinki und Stockholm zu treffen, um über eine NATO-Mitgliedschaft zu sprechen.

Das Ende einer langen Neutralität

Viele andere Nato-Staaten hingegen lobten und begrüßten diе finnischen und schwedischen Pläne. Ivan Korcok, Außenminister der Slowakei, glaubt, dass alle Nato-Staaten Schwedens und Finnlands Beitrittspläne unterstützen werden. Die engen Verbindungen des Militärbündnisses zu den beiden nordischen Ländern wurden von Generalsekretär Jens Stoltenberg hervorgehoben.

Finnland hatte zuvor seinen Wunsch geäußert, der NATO beizutreten. Am Montag wird erwartet, dass Schweden nachziehen wird. Jahrzehntelang blieben beide Länder in militärischen Angelegenheiten neutral und blockfrei. Umfragen zeigen jedoch, dass der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine die öffentliche Meinung zugunsten einer NATO-Mitgliedschaft verschoben hat. Die Länge der finnischen Grenze zu Russland beträgt ungefähr 1.300 Kilometer.

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Oliver Barker

Est né à Bristol et a grandi à Southampton. Il est titulaire d'un baccalauréat en comptabilité et économie et d'une maîtrise en finance et économie de l'Université de Southampton. Il a 34 ans et vit à Midanbury, Southampton.

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