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Die Immobilienpreise bergen laut einem Bericht der Bundesbank zunehmende Risiken.

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, was bedeutet, dass es zuletzt am 25. November aktualisiert wurde. 16:40 Uhr, 2021

Die Immobilienpreise sind nach Einschätzung der Bundesbank vielerorts bis zu 30 % höher, als sie sein sollten. Sie warnt vor den Gefahren von Immobilienkrediten, zumal die Zinsen wieder steigen. Von Klaus-Rainer Jackisch, hr

Das große Bauschild auf dem großen Grundstück im nordrhein-westfälischen Viersen prangt mit bunten Farben: 38 neue Wohnungen im Jahr. Es lohnt sich nicht, das Schild anzubringen. Denn der Großteil der Einheiten ist bereits reserviert und der Preis ist noch angemessen. Die Bundesbanker sind besorgt über steigende Immobilienpreise.

HR Logo Klaus-Rainer Jackisch Die Preise steigen im Gleichschritt: Im letzten Jahr sind sie im Durchschnitt um 6 gestiegen Jahr. Das Muster wird immer ausgeprägter. Laut einer Umfrage glauben fast 90 % der Haushalte, dass die Immobilienpreise weiter steigen werden. Die Bundesbank ist besorgt.

Denn die Preisexplosion hat zu offensichtlichen Übertreibungen geführt und birgt damit Risiken: „Die Wohnimmobilienpreise liegen zehn bis dreißig Prozent über den Fundamentaldaten gerechtfertigt“, sagte Bundesbank-Vizepräsidentin Claudia Buch in Frankfurt am Main. Daher sind einige von ihnen überbewertet. „Und das nicht nur in den Großstädten.“ ”

Bei Zinsänderungen kann es eng werden.

Dies war einer der Faktoren, die zur Finanzkrise 2008/2009 beigetragen haben, weshalb die Zentralbanker in ihrer Funktion als Bankenaufseher sehr besorgt darüber sind.

Rund die Hälfte aller Bankkredite für Wohnimmobilien in Deutschland haben eine zehnjährige Zinsbindungsfrist. Dies ist für Kreditnehmer von Vorteil, aber nicht immer für Kreditgeber, also Banken – insbesondere wenn die Inflation so weit ansteigt, dass die allgemeinen Zinsen wahrscheinlich steigen werden.

Änderungen der Kreditregeln werden diskutiert.

Aus diesem Grund enthält der Koalitionsvertrag der künftigen Ampelregierung eine ähnliche Absichtserklärung.

Die Bundesbank ist zwar nicht generell gegen solche Ideen, sieht aber erhebliche Schwierigkeiten. Denn, wie Bundesbank-Vorstand Joachim Wuermeling es ausdrückt, „sind uns sehr bewusst, dass dies ein erheblicher Eingriff in die Vertragsfreiheit ist.“ Tatsächlich würde diese Maßnahme dem Kunden sagen, welche Kreditverträge er eingehen kann oder nicht. Wuermeling sieht derzeit keinen Anlass für derart starke Markteingriffe und fordert die Banken zu mehr Vorsicht und generell zu Vorsichtsmaßnahmen auf. Das letzte Wort hat jedenfalls die Finanzaufsichtsbehörde Bafin.

Die EZB beurteilt die Lage ähnlich.

Ähnlich sieht die Europäische Zentralbank die Lage. Die Preise in der Eurozone insgesamt stiegen im zweiten Quartal schneller als seit 2005. Vizepräsident Luis de Guindos erklärte: „Die Wohnungsmärkte in der Eurozone sind schnell gewachsen, und es gibt kaum Anzeichen dafür, dass sich die Kreditstandards als Reaktion darauf verschärft haben.“ Die Zahl der in Deutschland vergebenen Hypothekendarlehen ist nach aktuellen Zahlen der Bundesbank im letzten Quartal um 7 % gestiegen. Die Branche wird also wieder riskanter.

Eine Unterschätzung der Kreditrisiken in Verbindung mit einem Trend zu höheren Zinsen und überbewerteten Vermögenswerten könnte der Auslöser für eine neue Krise sein. All dies vor dem Hintergrund einer Situation, in der das Risikobewusstsein durch die sommerliche Lockerung der Corona-Situation wieder nachgelassen hat.

Bislang ist das deutsche Finanzsystem während der Pandemie stabil geblieben. Nach Angaben von Bundesbank-Vizepräsident Buch habe es durch die großzügigen staatlichen Beihilfen und die Aufhebung der Insolvenzpflicht wider Erwarten keinen nennenswerten Anstieg der Insolvenzen gegeben. „Das Finanzsystem hat keine nennenswerten Verluste erlitten und die Widerstandsfähigkeit der Banken wurde nicht auf die Probe gestellt.“ “ Während der Pandemie entwickelte sich die Kreditvergabe dynamisch und stellte sicher, dass es für Unternehmen keine Engpässe gab. Trotzdem gibt es keinen Grund, sich zurückzulehnen und zu entspannen. Die Bundesbank fordert, den „antizyklischen Kapitalpuffer“ der Banken angesichts steigender Risiken wieder auszubauen. Dieses Instrument soll in Zeiten schneller Kreditvergabe stärkere Reserven schaffen, die im Krisenfall eingesetzt werden können. Die Bundesbank-Vizepräsidentin, die bei seinem Rücktritt im Dezember die Nachfolge ihres Chefs Jens Weidmann antreten könnte, setzt derzeit auf Vernunft und Mäßigung. Ob dieser Appell auch die Banktürme erreicht, wird sich in den kommenden Monaten entscheiden.

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Oliver Barker

Est né à Bristol et a grandi à Southampton. Il est titulaire d'un baccalauréat en comptabilité et économie et d'une maîtrise en finance et économie de l'Université de Southampton. Il a 34 ans et vit à Midanbury, Southampton.

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