Ads
Nachrichten

Der Bürgerkrieg in Äthiopien steht nach Angaben der Vereinten Nationen „am Rande einer humanitären Katastrophe“.

Ads

Stand: 14.01.2022 17:04 Uhr

Seit Anfang des Jahres sind in Tigray nach Angaben der Vereinten Nationen mehr als hundert Menschen durch Luftangriffe getötet worden. Millionen von Menschen brauchen Nahrungsmittelhilfe, aber sie können sie nicht erhalten.

Viele Menschen haben die Regierung des äthiopischen Premierministers Abiy Ahmed kritisiert. Tedros Adhanom Ghebreyesus, der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), wirft der Zentralregierung vor, die Menschen im Norden Tigrays blockieren zu wollen, um sie daran zu hindern, Nahrung und Medikamente zu erhalten. Vor Ort seien die Bedingungen „höllisch“.

„Wir stehen am Rande einer humanitären Katastrophe“, sagt Michael Dunford, Direktor des World Food Program (WFP). Das World Food Programme (WFP) konnte Tigray seit Dezember wegen der anhaltenden Kämpfe nichts mehr liefern. 9,4 Millionen Menschen in dieser Region und den umliegenden Gebieten benötigen jedoch dringend Nahrungsmittelhilfe.

Treffen Sie zivile Ziele

Inzwischen sind bei Luftangriffen in Tigray mindestens 108 Menschen getötet und 75 weitere verletzt worden, so der UN-Hochkommissar für Menschenrechte. Die Anschläge sollen von der Luftwaffe der Zentralregierung durchgeführt worden sein. Andere zivile Ziele waren eine Bildungseinrichtung, ein Bus, ein Flüchtlingslager und andere.

Allein am Montag wurden nach Angaben des Menschenrechtsbeauftragten bei einem Drohnenangriff auf eine Mühle 17 Menschen getötet. Die Vereinten Nationen haben zur Einhaltung der Grundsätze des Völkerrechts, insbesondere des Zivilschutzes, aufgerufen. Als Folge der Verletzungen können Kriegsverbrechen begangen werden.

Millionen Menschen auf der Flucht

Die äthiopische Regierung und die Tigray People’s Liberation Front (TPLF) liegen seit November 2020 im Streit. Premierminister Abiy Ahmed wird von der äthiopischen Armee (ENDF), regionalen Milizen und der Armee Eritreas unterstützt. Insbesondere die Oromia Liberation Army (OLA) kämpft an der Seite der TPLF und ihres militärischen Flügels, der TDF.

Beiden Seiten werden schwere Verbrechen vorgeworfen. Der Konflikt hat sich nun auf andere Teile des Landes ausgeweitet. Tausende Menschen sind gestorben, und Millionen weitere sind geflohen.

„Besondere Verantwortung“, sagt das Nobelkomitee.

Inzwischen hat sich das Nobelpreiskomitee an Abiy gewandt, obwohl es nicht in seiner Verantwortung liegt, „die Haltung eines Friedenspreisträgers nach Erhalt des Preises zu beurteilen“, wie das Komitee feststellt. Abiy erhielt 2019 den Friedensnobelpreis dafür, dass er Eritre und Äthiopien nach Jahrzehnten des Konflikts zusammengebracht hat.

Das Nobelpreiskomitee hat Abiy nun gewarnt, dass er eine besondere Verantwortung trägt, um Tigray zu helfen, Frieden zu erreichen. Es ist unerträglich, dass humanitäre Hilfe knapp ist.

Ads

Oliver Barker

Est né à Bristol et a grandi à Southampton. Il est titulaire d'un baccalauréat en comptabilité et économie et d'une maîtrise en finance et économie de l'Université de Southampton. Il a 34 ans et vit à Midanbury, Southampton.

Ähnliche Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"