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Berichte zu Pflegeheimen werden in mehreren Bundesländern nicht veröffentlicht.

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Die Bertelsmann Stiftung hat eine neue Studie veröffentlicht, die Pflegeheime wegen mangelnder Qualitätstransparenz kritisiert. Gutachtenergebnisse werden in einigen Bundesländern gar nicht veröffentlicht.

Die Suche nach einem Pflegeheim ist eine Aufgabe, die niemandem Spaß macht. Wenn es jedoch unbedingt erforderlich ist, ist das Ziel, die bestmögliche Einrichtung zu finden. Dies ist jedoch keine einfache Aufgabe. Es ist nicht immer möglich, zuverlässige Pflegeheimbewertungen zu finden. Mit einer neuen Studie zur Qualitätstransparenz in Pflegeheimen kritisiert die Bertelsmann Stiftung dies.

Gutachten zu Pflegeheimen werden in mehreren Ländern zurückgehalten.

Die Ergebnisse der Berichte der Landesaufsichtsbehörden wären demnach in zehn Bundesländern schwer einsehbar. Es sind jedoch diese Ergebnisse, die bei der Entscheidung, welches Pflegeheim für potenzielle Bewohner und ihre Familien ausgewählt werden soll, von entscheidender Bedeutung sein können. „Das gilt auch für Angaben zum tatsächlichen Personaleinsatz in den Heimen und zu gravierenden Mängeln“, sagt Studienautor Johannes Strotbek. „Menschen, die ein Pflegeheim suchen, würden wesentliche Auswahlkriterien vorenthalten.“

Pflegeheime werden im Wesentlichen von zwei Behörden geregelt: Einerseits prüft der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) die Einrichtungen, andererseits das Departement für Gesundheit und Menschliche Dienste (DHHS). Pflegeheime sind seit Jahresbeginn verpflichtet, interne Daten zur Pflege ihrer Bewohner zu erheben. Dazu gehören Faktoren wie die Selbständigkeit und Mobilität der betreuten Person, die Häufigkeit von Dekubitus und Stürzen sowie die Häufigkeit ungewollter Gewichtsabnahme.

Daten müssen nach ihrer Ermittlung an die Datenauswertungsstelle (DAS) gesendet werden. Die Agentur wertet sie dann auf statistische Gültigkeit aus und teilt dem Pflegeheim mit, ob es besser oder schlechter als der nationale Durchschnitt abschneidet. Auch diese Daten erhält der MDK.

Die Einrichtungen werden auch regelmäßig besucht. Der MDK betrachtet die Versorgungssituation im Hinblick auf Selbstversorgung (Essen, Trinken, Toilettengang etc.), Krankheitsbewältigung und therapiebedingte Bedürfnisse (Medikamentenverabreichung und Schmerzbeurteilung) sowie gesellschaftliche Lebensorganisation.

Stimmt diese Stichprobe mit den von der Einrichtung erhobenen Daten überein, führt der MDK zusätzlich ein Fachgespräch mit dem Pflegepersonal vor Ort, in dem die Ergebnisse besprochen und mögliche Verbesserungen besprochen werden. Die gewonnenen Ergebnisse werden dann im Internet veröffentlicht und können von jedermann eingesehen werden.

Die Berichte von zehn Bundesländern werden nie veröffentlicht.

So undurchsichtig wie manche Bundesländer sind, so komplex und transparent ist die Untersuchung des MDK. Denn die Tests, die über die individuellen Lebensumstände der Bewohner hinausgehen, liegen in der Verantwortung der Bundesländer. Diese Berichte befassen sich in erster Linie mit der Anzahl der in den verschiedenen Einrichtungen beschäftigten Pflegekräfte sowie mit der Qualität der Versorgung, also der Frage, ob das Pflegepersonal ausreichend qualifiziert ist, um den Bedürfnissen der Bewohner gerecht zu werden.

Dies gilt insbesondere für Pflegeheime, die sich beispielsweise auf Demenzpflege spezialisiert haben. Allerdings veröffentlichen nur sechs Bundesländer diese Berichte überhaupt, zehn Länder veröffentlichen gar keine.

„Das größte Problem ist, überhaupt genug Personal zu bekommen“, sagt Sabine Strüder von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, „was Menschen, die auf der Suche nach dem bestmöglichen Pflegeheim sind, die Wahl sehr schwer macht.“ Pflegefachkräfte und Assistenten sind Mangelware. Im Interview mit dem stern erklärt Strüder, dass die Qualität der Pflege maßgeblich von der personellen Ausstattung abhängt.

Oliver Barker

Est né à Bristol et a grandi à Southampton. Il est titulaire d'un baccalauréat en comptabilité et économie et d'une maîtrise en finance et économie de l'Université de Southampton. Il a 34 ans et vit à Midanbury, Southampton.

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