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Alan Aussi – Meine Flucht aus Wladimir Putins Krieg zum BVB – Bundesliga

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Alan Aussi (20), ein junger Profi-Fußballer, war ein ganz normaler junger Mann, bis am 24. Februar der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine begann. Der in Syrien geborene Ukrainer posierte mit seinem vor teuren Autos oder am Strand der Malediven Freundin Kristina. Als er 16 Tage später ankam, hatte er nur einen Rucksack dabei. Es enthielt drei T-Shirts, eine Zahnbürste, einen Rasierer und ein Telefonladekabel. Deutschland begrüßte den Innenverteidiger. Drei Tage später stand er mit BVB-Spieler Erling Haaland (21) auf dem Platz und wurde später in einem Trainingsspiel für Mats Hummels (33) eingewechselt.

Als SPORT BILD ihn letzte Woche traf, sagte er auf Englisch: „Das Leben ist verrückt.“ Das Leben ist verrückt – diesen Satz wiederholt er mehrere Male, während er den Kopf schüttelt. Dortmund war seine letzte Station, bevor er vor Vladimir Putins Krieg floh. Aktuell spielt er als Gastspieler für Borussia Dortmund II in der dritten Liga. Dynamo Kyiv lieh den ukrainischen Spieler NK Veres Rivne aus. Als Putins Panzer eintrafen, wollte er Spielpraxis sammeln.

„Ich bin durch eine SMS von meiner Freundin aufgewacht. „Liebling, in meiner Stadt gab es drei Explosionen“, sagt Aussi.

Er und seine Teamkollegen waren auf einer Teamreise nach Lemberg. „Ich gehe online und lese die Nachrichten.“ Und wurde Zeuge, wie Städte in Echtzeit bombardiert wurden. Ich musste mein Gesicht mit kaltem Wasser waschen, wenn ich auf die Toilette ging. Dann klopfte es an meiner Hoteltür, und unser Teammanager sagte drei Worte: „WAR IN HERE.“ („Hier ist Krieg“, Hrsg.). Das waren die schrecklichsten Worte, die ich je gehört hatte. „Das waren die schlimmsten Worte, die ich je gesprochen habe“, werde ich meinen Kindern in 50 Jahren sagen.

Das Team nahm einen Bus vom Hotel. „Nach stundenlangem Warten hat uns der Club gesagt, dass wir ‚nach Hause gehen‘ sollen. Er sagt: ‚Verschwinde von hier.‘ Seitdem hat es keine Kommunikation mehr gegeben. Die Fifа hat vorerst die Verträge ukrainischer Athleten eingestellt. Die Rückgabemöglichkeit ist unbegrenzt.

Für Aussi und seine Familie war die Wahl klar: Sie mussten gehen. Bis zu seinem Grenzübertritt nach Polen war auch er Bombenangriffen ausgesetzt. Aussie ist das jüngere von zwei Geschwistern. Sie, Ihre Familie und Ihre Haustiere sind alle in Sicherheit. Seine Kumpel hingegen. „Fast jeden Tag schreibe ich ihnen: ‚Geht es dir gut?’“, sagt ein Australier. Kannst du noch existieren? Ich mache mir Sorgen um dich. Hast du Essen? Hast du Wasser?‘ Meine Gefährten hingegen sind unbesorgt. Sie sind sich sicher, dass sie im Krieg unseres Landes siegreich sein werden.“

Aussi musste mit 13 Jahren aus seiner Heimatstadt Donezk fliehen. 2014 fiel Putin dort ein. „Bei mir war alles verloren.“ Er erwähnt seine Freunde, sein Leben und seine Schule. „Ich bin nach Kiew gezogen und habe dort ein neues Leben begonnen.“ Acht Jahre lang war das mein Leben. Jetzt ist es die gleiche alte Geschichte. Jeden Tag sterben Ukrainer: Kinder, Frauen, Großeltern. Warum kann das im 21. Jahrhundert immer noch passieren? Mein Land steht kurz davor, niederzubrennen. Jeden Tag werden 100.000 Bomben auf mehrere Städte abgeworfen, nicht nur auf eine, zwei oder drei. „Grüße an alle!“

Aussi begann seine Ausbildung beim BVB im Alter von 16 Jahren. Ein Wechsel war jedoch aufgrund von Visaproblemen nicht möglich. Pfadfinder hielten Kontakt zu seinem Vater. Sein Glück war mit ihm.

Borussia Dortmund buchte ihm sofort ein Hotelzimmer in Warschau und dann einen Flug nach Düsseldorf, als sie von seinem Schicksal erfuhren. Anschließend sind wir mit dem Zug nach Dortmund gefahren. Er und seine Freundin Kristin wurden von einem BVB-Mitarbeiter abgeholt – und schnell aufgenommen. Borsigplatz ist nun die Heimat von Aussi.

Alan Aussi kam nach einem Aufenthalt in einem polnischen Flüchtlingslager nach Deutschland (Foto: Gerd Scheewel).

Nach Informationen von SPORT BILD gibt es keine schriftliche Vereinbarung mit Borussia Dortmund, ihm und zwei weiteren Flüchtlingen wurde jedoch mündlich die Möglichkeit zugesagt, bei der U23 zu trainieren. Auch eine finanzielle Grundsicherung sollte gewährleistet sein. Laut Berichten des Clubs scheint sich Aussie von Training zu Training zu verbessern.

„Für mich ist es eine fantastische Gelegenheit und Erfahrung“, sagt er. Aussie ist trotz der Umstände optimistisch. „Jetzt wo ich in Dortmund bin, lass uns gehen“, sagt er. Natürlich hoffe ich auch, dass Dortmund mit mir zufrieden ist. Ich möchte, dass der DFB ukrainischen Spielern, die in Deutschland angekommen sind, sofort die Spielberechtigung erteilt. Wer weiß, was uns im Leben bevorsteht? Es ist möglich, dass ich in naher Zukunft umziehen muss. Vielleicht wird mir ein Job in Dortmund angeboten. Vielleicht werde ich eines Tages mit Dortmund die Champions League gewinnen. Ich bin einfach dankbar, dass ich lebe und in dieser Welt existieren kann. „Es ist wahnsinnig …“

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Oliver Barker

Est né à Bristol et a grandi à Southampton. Il est titulaire d'un baccalauréat en comptabilité et économie et d'une maîtrise en finance et économie de l'Université de Southampton. Il a 34 ans et vit à Midanbury, Southampton.

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