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60 Millionen Eisfischnester wurden in der Antarktis entdeckt.

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Stand: 13.01.2022 17:09 Uhr

Bremerhavener Wissenschaftler entdeckten im antarktischen Weddellmeer ein Fischbrutgebiet, das ungefähr so ​​groß ist wie die Insel Mаltа. Dass es lange nicht entdeckt wurde, fasziniert die Forscher.

Seit Anfang der 1980er Jahre erforschen Wissenschaftler des Bremerhavener Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung an Bord des Forschungsschiffs „Polarstern“ die Antarktis. Bisher wurden nur einzelne Eisfische und kleine Nester entdeckt.

In der Zeitschrift Current Biology berichten Wissenschaftler, dass es in der Nähe des Filchner-Schelfeises im Süden des antarktischen Weddellmeeres bis zu 60 Millionen Eisfischnester geben könnte. Mit einer Gesamtfläche von 240 Quadratkilometern könnte das Gebiet das größte jemals entdeckte Fischzuchtgebiet sein. Es ist ungefähr so ​​groß wie Maltes Insel.

Seit den 1980er Jahren ist das Forschungsschiff „Polarstern“ des Alfred-Wegener-Instituts in der Antarktis stationiert.

Tiefseebiologe: „Total faszinierend“

„Es ist absolut faszinierend, dass ein so riesiger Brutplatz für Eisfische im Weddellmeer unentdeckt geblieben ist“, sagt Autun Purser, Tiefseebiologe am Alfred-Wegener-Institut.

Die Forscher fotografierten und filmten im Februar 2021 die runden Fischnester, die etwa 15 Zentimeter tief und 75 Zentimeter im Durchmesser waren. Sie konnten über 16.000 Nester bestätigen und mithilfe der Aufnahmen und Sonarsignale des Kameraschlittens sogar mehrere hunderttausend weitere identifizieren. Die Gesamtgröße wurde später von den Wissenschaftlern berechnet.

In der Antarktis werden Meeresschutzgebiete benötigt

Das Einzugsgebiet entspricht nach Angaben des Alfred-Wegener-Instituts einer Zone wärmeren Tiefenwassers aus dem Weddellmeer in einer Wassertiefe von 420 bis 535 Metern. Das Brutgebiet sei ein „extrem wichtiges Ökosystem für das Weddellmeer“, so die Forscher, denn es sei ein beliebtes Ziel für Weddellrobben, die höchstwahrscheinlich auf Nahrungssuche seien.

Laut Institutsdirektorin Antje Boetius unterstreicht die Entdeckung die entscheidende Bedeutung der Einrichtung von Meeresschutzgebieten in der Antarktis. Das Alfred-Wegener-Institut hat der Internationalen Kommission zur Erhaltung lebender Meeresressourcen in der Antarktis bereits einen Vorschlag unterbreitet, der jedoch noch angenommen werden muss.

„Jetzt, wo der Standort dieser außergewöhnlichen Brutkolonie identifiziert wurde, sollten Deutschland und andere Beauftragte sicherstellen, dass dort in Zukunft kein Fischfang und nur nicht-invasive Forschung betrieben wird“, sagte Boetius.

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Oliver Barker

Est né à Bristol et a grandi à Southampton. Il est titulaire d'un baccalauréat en comptabilité et économie et d'une maîtrise en finance et économie de l'Université de Southampton. Il a 34 ans et vit à Midanbury, Southampton.

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